Ich bin eine stolze Europäerin

In Europa zu leben, ist ein Geschenk. Jede und jeder kann dazu beitragen, dass diese Region lebenswert bleibt.

Liebe zu anderen Kulturen und Ländern

Zeit meines Lebens haben mich andere Kulturen, Religionen und Länder interessiert. Meine Eltern haben mir das Reisen schmackhaft gemacht. Das hat auch die Freude an fremden Sprachen gefördert – für eine einfache Kommunikation mit der lokalen Bevölkerung.

Ich habe erfahren, dass es nicht viel braucht, um glücklich zu sein. Menschen auf der ganzen Welt haben sich in ihrem Leben ganz gut eingerichtet. Viele Errungenschaften, Entdeckungen und Wissen verdanken wir anderen Kulturen. Sie haben auch uns EuropäerInnen bereichert. Selbst das Christentum wurzelt in Asien!

Besonders seit ich Yoga praktiziere, bin ich mit dem asiatischen Raum eng verbunden. Was für ein Geschenk an mich Österreicherin! Und dennoch …

Ich bin stolz, Europäerin zu sein

In dieser unserer Zeit bietet uns Europa einen unglaubliche Wohlstand, fördert Talente und ermöglicht es Menschen, sich zu entfalten und ihren persönlichen Weg zu gehen.

Als Europäerin, besonders hier in Österreich, lebe ich in Frieden, in Freiheit und Wohlstand. Bei aller Kritik geht es mir gut auf diesem Kontinent, es ist für mich gesorgt. Ich kann mich frei bewegen. Es gibt ein soziales Netz. Meine Menschenrechte werden geschützt. Wenn ich einmal unzufrieden bin, überlege ich, in welches Land ich auswandern könnte. Da fallen mir nicht viele Regionen ein.

Schützenswert

Die Generation meiner Mutter hat enorme Wiederaufbauarbeit geleistet. Voller Demut danke ich für dieses Geschenk an meine Generation. Denn darauf beruht der heutige Wohlstand.

Aber wie lange noch können wir in diesen Wohlstand leben? Wovon machen wir uns in unserem Luxusleben abhängig? Eine Möglichkeit wäre, generell achtsam mit Ressourcen umzugehen, weniger zu konsumieren. Aber auch: europäische Produkte zu bevorzugen. Sei es bei Lebensmitteln, Kleidung, Möbeln, Autos, Reisen, Aktien oder auch Software. Wem gebe ich mein Geld oder meine Daten? Wer darf mit meinem Ersparten wirtschaften? Wie lange dürfen die Transportwege für mein Produkt sein?

Europäische IT-Tools

Wenn ich zurückblicke, erkenne ich, dass bei mir jedes Jahr einen bestimmten Schwerpunkt hatte: eine familiäre Veränderung, ein Umzug, ein beruflicher Wechsel, eine Yoga-Fortbildung, die Begegnung mit einem Menschen, eine Marketing-Aktion, ein Ehrenamt, etwas Neues erlernen.

Heuer ist es der Wechsel von US-amerikanischen IT-Tools auf europäische IT-Tools, wobei mich Veronika Pauser großartig begleitet. Schon länger stört es mich, dass große TECH-Firmen mit meinen Daten Geld verdienen, dass ich durch monatliche Zahlungen mailchimp, Zoom, Dropbox & Co unterstütze oder dass mit meinen Nachrichten und Fotos auf WhatsApp eine KI trainiert wird. Die Sicherheitslage kommt hinzu. Und so verlasse ich gewisse Kommunikationsformen wie Whatsapp und beschreite neue Wege. Dank Veronika sind das meine ersten Schritte:

Statt mailchimp: CleverReach (für den Newsletter)
Statt Zoom: whereby (für die online-Yogastunden und die Aufzeichnungen der Yogastunden)
Statt dropbox: bunny stream (eine Plattform für Dokumente und Videos)

Europa-Fokus & Yoga

Was hat das mit Yoga zu tun? Nun, ich habe mir die Yamas und Niyamas, die „10 Gebote des Yogas“, in Erinnerung gerufen und eine europäische Deutung versucht:

  • Ahimsa – nicht verletzen: wir achten und leben die Menschenrechte
  • Satya – wahrhaftig: ich äußere meine Meinung und führe ein für mich wahrhaftes Leben. Bürgerinitiativen formieren sich, Menschen protestieren und zeigen Fehler auf. Ich suche mir die Medien aus, denen ich vertraue – sei’s im Internet oder als Printmedien.
  • Brahmacharya – verantwortungsvoller Umgang mit Sexualität: die individuelle sexuelle Ausrichtung wird respektiert, offene Beziehungen dürfen genauso sein wie ein kinderreiches Familienleben oder ein Leben als Single.
  • Aparigraha – nicht Annehmen von Geschenken, nicht Geld horten: Korruption und Bestechung werden geahndet. Geld kann in zertifizierte und nachhaltige Projekte investiert werden.
  • Asteya – nicht stehlen: Lebenswichtige Ressourcen bleiben in staatlicher Hand, damit Menschen ihre Grundbedürfnisse abdecken können. Europa hat eine der strengsten Datenschutzverordnungen. Tech-Unternehmen werden geprüft und reguliert.
  • Saucha – Reinheit: Umweltsünder werden geklagt und zahlen Strafen. Großprojekte wie die Errichtung riesiger Rechenzentren müssen Umweltverträglichkeitsprüfungen durchlaufen.
  • Santosha – Zufriedenheit: wir dürfen uns auch einmal ausruhen – der Staat stützt uns, wenn wir in einer Notlage sind, in Pension, Krankenstand, Fortbildung, Auszeit gehen. Gesundheitsversorgung, besonders in Österreich, hat nach wie vor ein hohes Niveau. Ich war auch schon einmal in Griechenland und Indien im Spital …
  • Tapas – Übung, Disziplin: ein gewisses Maß an Regeln, um das gemeinsame Leben zu strukturieren, – bei gleichzeitig möglichst großer Freiheit und Offenheit ist die Kunst der Übung. Demokratische Grundrechte ermöglichen die Partizipation aller an der Macht.
  • Swadhyaya – Selbststudium: Ausbildung, Universitäten und die freie Forschung haben einen hohen Stellenwert. Erst kürzlich habe ich gelesen, dass es für die Ausbildung von LesepatInnen neue Förderungen geben wird. US-amerikanische Forscher zieht es nach Europa, auch nach Österreich. Die Berufswahl wird nicht verordnet, selbst Kinder einkommensschwacher Familien können studieren.
  • Ishvarapranidhana – Gott verehren: keiner fragt, ob und an welchen Gott ich glaube. Ich kann das Lebensmodell wählen, das mir zusagt, und zum Beispiel Yoga praktizieren.

Dir fallen sicher noch viele Beispiele, aber auch Kritikpunkte ein. Ich weiß.

Alte und fremde Strukturen

Bei meinen Reisen außerhalb Europas – auf 3 Kontinenten – bin ich großartigen Menschen begegnet und habe interessante Lebensmodelle kennengelernt. Sie haben mich bereichert, nachdenklich und dankbar für mein Leben hier in Europa gemacht.

Es hängt nicht von Geld ab, wie glücklich man ist. Doch ist eine gewisse finanzielle Basis notwendig. Eine Großfamilie unterstützt und erfüllt viele Funktionen, die wir in unserer modernen Welt ausgelagert haben, was oft zu Einsamkeit führt. In Europa ist uns die naturverbundene Lebensweise ziemlich abhandengekommen. Wir arbeiten immer weniger in Handwerks- oder landwirtschaftlichen Betrieben, wo wir sinnvolle Werke schaffen könnten, sondern verfolgen virtuell abstrakte Ziele in der großen Cloud. 

Ein Europa der Zukunft

Dennoch lebt es sich nach wie vor gut in Europa. Die Frage ist: was machen wir mit unserem Reichtum, unserer Energie und unserer Stärke? Wofür setzen wir sie ein? Welche Start-ups, welche Initiativen, welche Produkte unterstütze ich? Jeder und jede kann mitbestimmen, in welche Richtung Europa geht. 

Mein europäisches Yoga-Angebot

Im Dezember verbringen wir einige Yogatage in Bad Kreuzen, dem Zentrum für europäische Medizin. Ayurveda & TCM mögen interessant und wirkungsvoll sein, doch es gibt für unser europäisches Körpersystem auch die TEM zum Entdecken.

Seit September arbeite ich mit europäischen IT-Tools. Wenn Du TeilnehmerIn an meinen 10-Wochenkursen bist, profitierst auch du davon: Ich biete hybride Yoga-Stunden an und zeichne wöchentlich mindestens eine Yogastunde auf, um sie dir auf meiner website zur Verfügung zu stellen.

Exotische Yoga-Fernreisen gibt es bei mir nicht. Mit mir verbringst du nachhaltige Yoga-Ferien, die – genauso wie die Wandertage – mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind. Die einzige Ausnahme bildet „Yoga am Meer“ – 2027 fliegen wir wieder nach Kreta. Alle Yogareisen für das Jahr 2027 sind fertig geplant und sind auf meiner website publiziert.

In diesem Sinne: genießen wir unser Europa mit all seinen Werten und Errungenschaften, die auch auf dem Austausch mit anderen Kulturen beruhen!

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