Starte das Neue Jahr mit einem Tortenstück!

Welcher Lebensbereich ist das größte Tortenstück bei Dir? Wo steckst Du zu viel oder zu wenig Energie hinein? Ein paar Fragen zum Jahresbeginn.

Fastenzeit & Feste

Wir befinden uns gerade in einer festlichen Zeit: nach der vor-weihnachtlichen Fastenzeit haben wir viele Feiertage erlebt und der Fasching steht bevor. Wir verschönern uns die Winterszeit mit Geschichten, Musik, Singen, Tanzen, Kostümen und viel Essen und Trinken, bevor uns wieder die Fastenzeit auf Ostern hinführt.

Yoga & Genuss

Im Yoga wird oft von Disziplin und Askese gesprochen – viel zu wenig von Genuss und Lebensfreude. Die einzige Yogarichtung, wo auch die Sinne positiv besetzt sind, ist die Tantra-Philosophie mit ihrem Ansatz, dass wir uns auch schon in diesem Leben an der Schönheit der Schöpfung erfreuen dürfen und nicht erst auf ein Jenseits warten müssen, um glücklich zu sein. Warum also dann nicht mit allen Sinnen genießen?

Der Körper ist nichts Sündhaftes, er ist ein Geschenk. Also lasst ihn uns feiern! Das bedeutet nicht, dass wir gleich unmäßig werden sollen, aber hin und wieder ein Stück Schokolade oder ein Gläschen Wein zu verkosten, darf sein. So ehren wir unsere Sinne und schaden dem Körper nicht. Er bleibt ein gesundes Instrument, das uns durchs Leben führt.

Neujahrs-Vorsatz?

Zu Neujahr überlegen manche von uns, was sie vom alten Jahr mitnehmen wollen und was das neue Jahr bringen soll. Dabei hilft es, einmal einen Status Quo festzumachen. Welche Lebensbereiche erhalten sehr viel Aufmerksamkeit, welche zu wenig? 

5 Lebensbereiche

(Florian Palzinsky, Yogalehrer)

  • Grundbedürfnisse (wie Nahrung, Kleidung, Wohnung)
  • Beziehung (mit der Familie, Freunden, Bekannten, in der Nachbarschaft und Arbeit, im Alltag)
  • Verantwortung/Verpflichtungen (gegenüber Familie, Eigentum, Beruf, Gesellschaft, Staat)
  • Freizeit/Hobbies (Spaß, Genuss, Kreativität, Sport, Kunst, …)
  • Spiritualität (in Form von Religion, Meditation, Yoga, Alleinsein, Philosophie)

Wenn Du eine durchschnittliche Woche von den letzten 3 Monaten betrachtest, wie wäre da die Verteilung auf die 5 Lebensbereiche? Ein Torte stellt 100% dar. Wie viele Prozent entfallen auf jeden Bereich? Welches Tortenstück ist das größte bzw kleinste?

Reflexion

Danach kannst Du Dir folgende Fragen stellen:

Wo habe ich zu viel/zu wenig? Wieviel brauche ich überhaupt? Ab wann wird es belastend? Was ist nur Gewohnheit statt bereichernd oder erschöpft mich sogar? Was berührt meine Seele/Herz/Geist?

Gehe liebevoll und nicht zu streng mit Dir um. Und falls Du an den Tortenstücken etwas ändern willst, beginne mit kleinen Schritten. Schreibe mir, wenn Du eine Frage zur Übung hast oder eine Erkenntnis gewonnen hast! Ich freue mich über Deine Rückmeldung.

Die Tattvas als Unterstützung bei Entscheidungen

In unseren letzten 10-Wochen-Yogakursen haben wir uns schon mit einigen Tattvas (Realitäten unseres Seins) beschäftigt. Wir wissen nun, dass die Welt, wie wir sie erleben, aus den 5 groben Elementen und den Sinneseindrücken besteht, und dass wir mithilfe der Sinnesorgane und Handlungsorgane diese Welt wahrnehmen.

In den nächsten Yogastunden werden wir uns mit dem Geist beschäftigen. Dazu gehören der Verstand, der Ich- oder Identitätsmacher, der Intellekt. Mit diesen Tattvas verarbeiten wir die Sinneswahrnehmung, übersetzen sie für uns (je nach individueller Erfahrung) und treffen ein Urteil.

Schon gespannt, wo die Reise hingeht? Vielleicht gestalten sich Deine zukünftigen Tortenstücke nach diesen Yogastunden ganz anders.

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