Zeit – ein Luxus?

Die Zeit ist nicht nur eine wunderbare Wochenzeitung, sondern auch eine von und für uns Menschen geschaffene Maßeinheit, um uns Struktur zu geben. Im Yoga können wir mit dieser Zeit fließen oder sie für einige Momente vergessen.
 

Lineare und zirkulare Zeit 

Die Uhr, der Kalender, Jahrestage … das alles erinnert uns an die Endlichkeit des Lebens. In unserem Kulturraum kennen wir Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Unser „westliches“ Zeitbild ist linear – mit Geburt – Leben – Tod. Und wir leben auch danach – gängige Sprichwörter lauten: Nütze den Tag! Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen! Gemäß unserem Weltbild ist das irdischen Leben zeitlich limitiert. Dadurch sind wir sehr effizient, aber manchmal auch gestresst, weil ja noch soooo viel zu tun ist.
 
Dahingegen gilt in Indien und bei Naturvölkern das zirkuläre Zeitverständnis des Kreislaufes. Dort weiß man, dass sich die Dinge wiederholen, dass es in allem ein Kommen und Gehen gibt. Auch morgen ist noch ein Tag. Entsprechend ist das Leben gemächlicher, achtsamer im Umgang mit Mensch und Umwelt, aber auch weniger erfolgsorientiert. Sie glauben an die Wiedergeburt nach dem Tod. 
 

Zeitgebunden oder zeitlos?

Aus dem Zeitverständnis ergibt sich die entsprechende Lebensorientierung. Wichtig ist das Mittelmaß – wie bei allem. Es wird Phasen mit Terminen geben, wo wir an Zeiten gebunden sind und wir effizient unsere Aufgaben realisieren. Aber genauso wichtig sind Auszeiten – ohne Uhr, Handy, Kalender, wo wir zeitlos in den Tag hinein leben dürfen.

In solch eine Auszeit begebe ich mich immer wieder. In den ersten Tage erlebe ich einen bewussten Rückzug mit Loslassen und Reflexion. Manchmal verliere ich mich auch im Tag oder erlebe die Zeit ganz bewusst. Das Ergebnis sind Visionen und Ideen für die Umsetzung dafür oder auch nur Träumereien. Schenke Zeit  – Dir selbst und anderen – vielleicht in Form von Yoga-Gutscheinen!

Kronos & Kairos

Kronos (griechisch) bedeutet Fluss der Zeit. Wir können den Zeitenfluss nicht beeinflussen, geschweige denn aufhalten. Manchmal tut es gut sich daran zu erinnern, denn Entscheidungen brauchen Zeit, sich zu entwickeln. Irgendwann kommt ganz sicher der günstige Zeitpunkt, den man am Schopf packen darf- das ist dann Kairos. Da ist dann plötzlich die Kraft, die Kreativität, die Energie, um ein Projekt zu verwirklichen.
 
Das Thema „Zeit“ bietet also viele Unterthemen, die wir in den neuen 10-Wochenkurs mitnehmen können. Und: die Früchte meiner Auszeit findet Ihr bei den Workshops & Ferien
 

Buchtipp:

Im Zeitmaß der Mönche – vom Umgang mit einem wertvollen Gut, Anselm Grün

 
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