Wenn jetzt die Räume in unserem Alltag wieder mehr geöffnet werden, stellt sich mir die Frage, inwieweit ich diese Räume nutzen möchte. – Wo findest Du Raum zum Leben? Wie schaffst Du Dir Raum für Deine Bedürfnisse?

Raum – örtlich und zeitlich

Wenn ich nun die im Äußeren geöffneten Räume wieder mehr nutzen darf und mich von diesem Angebot leiten lasse, verliere ich dadurch nicht einen Zeitraum und einen Aufmerksamkeitsraum, in dem ich in den letzten Wochen verweilen durfte? Ganz bewußt reflektiere ich: In welchem Raum möchte ich wie viel Zeit verbringen? Örtlich und zeitlich.

Inneren Raum erforschen

In meinem Inneren existieren viele Räume, die ich besuchen und erforschen kann. Auf der körperlichen Ebene können das Hohlräume wie Organe sein oder Gelenksräume, auf der emotionalen Ebene das Herz, auf der Energieebene Atemräume wie Bauch, Brustkorb oder Rücken und auf der mentalen Ebene Gedankenräume im Kopf. Welche inneren Räume fallen Dir ein? Wo fällt es Dir leicht zu verweilen? Wie sieht es dort aus oder wie fühlt es sich dort an? Während Du Asanas praktizierst, kannst Du immer wieder Deine unterschiedlichsten Räumen gedanklich betreten. Vielleicht findest Du dort Antworten auf diese und weitere Fragen.

Atemübung „Raum“

Du sitzt bequem. Dein Atem fließt sanft. Die Aufmerksamkeit ruht bei Deinen Nasenlöchern. Du atmest durch die Nase ein und durch die Nase aus. Einatmen, Pause, ausatmen, Pause, … Mit der Zeit werden die Pausen länger und du verweilst in diesem Atemraum in aller Stille, bevor Du wieder einen Atemzug nimmst oder abgibst.

Meditationsübung „Raum“

Du sitzt bequem. Dein Atem fließt sanft. Die Aufmerksamkeit ruht in Deinem Kopfinneren. Dort nimmst Du den Raum war, die Weite. Wenn ein Gedanke hochkommt, lass ihn gehen und versetzte Dich wieder in die Leere Deines Kopfraums, bevor irgendwann ein neuerlicher Gedanke hochkommt. Immer wieder versuchst Du in den Raum zwischen Gedanken 1 und Gedanken 2 einzutauchen, in diese Leere der Stille.

Äußeren Raum erforschen

Um ein gesundes Mittelmaß zu finden, gilt es aber auch immer wieder in den äußeren Raum zu gehen. In den Raum um Dich herum: ganz in Deiner Nähe – in der näheren Ferne – in der weiteren Ferne – bis hin in den Weltraum. Erforsche auch diese Räume. Oder schaffe Dir sogar neue Räume. Bleib neugierig und in Verbindung mit Dir und Deiner Umwelt!

 

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