Was haben Yoga und Ostern gemeinsam? Im Christentum ist die Karwoche (bzw 40 Tage vor Ostern) eine Fastenzeit, in der wir an den Leidensweg Jesu denken, bevor er am Karfreitag am Kreuz stirbt. Am Osterwochenende feiern wir dann die Auferstehung, also das Ende der dunklen und der Beginn der lichten Zeit. In vorchristlichen Zeiten wurde das Ende des Winters und der Frühlingsbeginn mit Ritualen begangen. Im Yoga erinnern wir uns daran, dass schwierigen Phasen leichte folgen und wir aus Krisen gestärkt – erkennend – erleuchtet hervorgehen.

Swami Sivananda schrieb in seinem Buch „Göttliche Erkenntnis“ über Jesus:

„Vor zweitausend Jahren inkarnierte Gott auf diesem Planeten, um der ganzen Menschheit den ruhmvollen Pfad zu ewigem Leben zu zeigen, indem Er tatsächlich das göttliche Leben auf dieser Erde in Person von Jesus lebte. Jesus war kein gewöhnlicher Mensch. Er war die göttliche Kraft und Liebe, die auf disem Globus aus einer bestimmten göttlichen Absicht inkarnierte.

Die Art, wie Jesus lebte und lehrte war einfach und trotzdem erhaben. … Es ist der Weg der Verleugnung des Fleisches und der Betonung des Geistes. Es ist der Weg, das niedere Selbst zu kreuzigen, um eine ruhmvolle Auferstehung des Geistes und die letztendliche Erhebung in die Unendlichkeit und das Hinübertreten ins Göttliche zu erreichen.

Jesus sagt: „Du kannst nicht sowohl Gott als auch dem Mammon dienen.“ Mit anderen Worten: Trenne Dich von den materiellen Dingen dieser vergänglichen Welt. Verbinde Dich mit dem ewigen spirituellen Schatz der Seele, des Atman.“

Was bedeutet das für uns?

Wir können die Auferstehung auch als inneres Geschehen sehen, bei dem wir immer wieder einen neuen Tod sterben, wenn eine Lebensphase zu Ende geht. Wir lassen Vergangenes los, damit wir innerlich neu auferstehen können und offen für einen Neuanfang zu höheren, klareren Bewusstsein sind. Dunklen Zeiten folgen lichte: dem Winter folgt der Frühling, der Krise folgt die Erkenntnis, der Trockenheit die Fruchtbarkeit, der Fastenzeit folgt Ostern mit der Auferstehung, dem weltlichen Leben folgt die Erleuchtung.

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