Waldbaden – Meditation im Wald

Jetzt ist es auch wissenschaftlich bewiesen! Der Wald heilt: beruhigende Farbe Grün, entschleunigende Stille, ätherische Öle aus dem Harz, Stoffe und Bakterien aus dem Boden zur Kräftigung, barfuß gehen, Vogelzwitschern erzeugt Alphawellen im Gehirn, Verbundenheit mit der Schöpfung.

Sommerlicher Rückzug

Es ist Sonntag Mittag, ein warmer Sommertag. Die meisten baden wohl gerade an einem See oder im Freibad. Doch ich will im Wald baden. Ich gehe hinauf auf den Satzberg in Hütteldorf, über die erste, zweite, dritte Wiese. Das Gras steht hoch, die Grillen und Insekten schenken mir ein Konzert. Dann betrete ich den Wald. Wie kühl es hier ist! Gestern war ich schon mit meiner Freundin hier oben und habe mich für einen Ort fürs Waldbaden umgesehen.

Meditationsplatz im Wald

Ein paar Schritte abseits vom Pfad finde ich einen ruhigen Platz. Buchen und Eichen ragen in den Himmel und ihr Blattwerk schirmt die Sonne ab. Es zieht mich zu einer Eiche – sie sieht anders aus. Ihr Stamm ist nicht gerade, sondern kurvt sich nach oben. Das bietet mir die Möglichkeit, gerade oder in der Rückbeuge oder in der Vorbeuge angelehnt zu sitzen. Ich entscheide mich für die Rückbeuge.

Mit allen Sinnen

Mein Blick fällt nach oben – grünes Laub mit Sonnenfenstern. Es ist unglaublich still – oder doch nicht? Oben weit weg ein Dröhnen von einem Flugzeug. Keine Stimmen von anderen Menschen. Ab und zu ein Vogelgezwitschert, aber nicht sehr viel. Die machen wohl auch gerade Siesta. Es rauscht, Wind fährt durch die Äste, dann auch ein Knarren.

Ich schließe die Augen und lasse das alles auf mich wirken. Entspannung macht sich breit, ab und zu ein Gedanke. Ich konzentriere mich auf meinen Körper. Wo spüre ich die Erde, den Baum, den Wind? Wie atme ich gerade? Kann ich etwas riechen? Ich tauche ein in den Wald und sein Leben.

Barfuß gehen

Irgendwann entschließe ich mich, wieder aufzustehen. Ich drehe noch eine kleine Runde um den Satzberg, barfuß. Der Waldboden ist herrlich kühl und weich. Gar kein Problem für meine verwöhnten Füße. Und dann noch auf den Gipfel: 435 Meter Seehöhe!

Ein schmaler Waldweg führt vom Gipfel wieder an den Wiesenrand. Bevor ich ins Licht trete, weitet sich mein Blick: Wien liegt vor mir. Das Grün von Schönbrunn und Küniglberg ist gut zu erkennen, und weiter hinten die sanfte Erhebung des Leithagebirges. Ich bin gestärkt vom Eintauchen in den Wald mit all den Sinnen und kehre fröhlich heim. 

Shinrin Yoku

Waldbaden oder Shinrin Yoku stammt aus Japan und seine heilende, beruhigende Wirkung wurde nun wissenschaftlich bewiesen (wir haben das eh schon lange gewusst!). Es wird in Japan auf Krankenkasse verschrieben, weil die in der Stadt lebenden Menschen nicht mehr in die Natur gehen und krank werden.

Buchempfehlung:
„Die wertvolle Medizin des Waldes“ (Dr. Quing Li, Begründer von Shinrin Yoku)

Wald-Termine:

Waldbaden am 25. Juli 2022, 18:00-19:30, Satzberg -> bitte bis 23.7. anmelden
Waldbaden am 22. August 2022, 18:00-19:30, Satzberg -> bitte bis 20. 8. anmelden 

Yogaferien im Waldviertel, 25.-28. August 2022 -> anmelden bis 21. Juli
Pranayama & Abwehrkräfte stärken, in 1140 Wien, 9.9. 16-18 Uhr & 10.9. 10-12 Uhr -> bitte bis 26.8. anmelden
Yoga & Wandern in Payerbach, 14.-16. Oktober 2022 -> bitte bis 28.9. anmelden

 

 

1 Kommentar
  1. Ira
    Ira sagte:

    Liebe Barbara,
    Du hast das Waldbaden so gut beschrieben, dass man förmlich mit eingetaucht ist in das kühle Grün. Und am Ende hat man den beeindruckenden Weitblick vor Augen. Sehr schön!
    Wäre ich nicht so weit weg, würde ich mich unbedingt für einen Waldtermin anmelden.

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