Kennst Du die yogische Mathematik?

Im Yoga, in der Philosophie und in so manch anderen Disziplinen geht das Rechnen über die übliche Mathematik hinaus. Wir sagen, dass ein Lebewesen mehr ist als die Summe seiner Körperteile.
 

Yogische Formeln

Also, ich bestehe nicht nur aus linkem Bein + rechtem Bein + linken Arm + rechten Arm + Rumpf + Kopf + dem verbindenden Material (Bindegewebe, Knochen, Muskeln, …) +  den Organen. Der Begriff yogische Mathematik ist mir dabei eingefallen. Sie veranschaulicht, dass neben den wahrnehmbaren Teilen unseres Körpers noch andere (beliebig viele) Bereiche vorhanden sind. In eine Formel gebracht, würde das so aussehen: 6+1+1 ist nicht 8, sondern 6+1+1=8n. Und dieses MEHR kann zB ein Gefühl, ein Atemzug, ein Gedanke oder Energie sein.
 
Oder umgekehrt: Was bleibt über, wenn ich von mir die Körperteile, das verbindende Material und die Organe subtrahiere? Wieder in eine mathematische Formel übersetzt, würde das in der yogischen Mathematik bedeuten: 8-8 ist nicht 0, sondern 8-8=XYZ.
 

Auswirkungen auf unsere Yoga-Praxis und den Alltag

Gerade wenn wir Yoga praktizieren, erfahren wir diese weiteren Ebenen, die über das Körperliche hinausgehen. Doch zuerst müssen wir uns der Körperteile bewusst werden und achtsam spüren, um dann weitere Erfahrungen machen zu dürfen. Wir hinterfragen, erkennen weitere Wahrheiten und nehmen andere Perspektiven ein. Diese Achtsamkeit uns und anderen gegenüber hilft, durch unseren Alltag mit all seinen Auf und Abs zu kommen.
 

Laya Meditation

Und hier gleich einmal eine Übung dazu:
1. Atme zu Deiner Körpermitte ein und atme aus aus Deiner Körpermitte in alle Richtungen. Bringe so die Aufmerksamkeit in das Zentrum Deines Körpers. Mache das für einige Atemzüge.
2. Nun atme wieder in Deine Körpermitte ein und atme aus in Dein rechtes Bein. Bei jeder Ausatmung wird Dein rechtes Bein leichter und leichter, bis Du es ganz loslässt.
3. Atme wieder in Deine Körpermitte ein und atme aus in Dein linkes Bein. Bei jeder Ausatmung wird Dein linkes Bein leichter und leichter, bis Du es ganz loslässt.
4. Atme wieder in Deine Körpermitte ein und atme aus in Deinen rechten Arm. Bei jeder Ausatmung wird Dein rechter Arm leichter und leichter, bis Du ihn ganz loslässt.
5. Atme wieder in Deine Körpermitte ein und atme aus in Deinen linken Arm. Bei jeder Ausatmung wird Dein linker Arm leichter und leichter, bis Du ihn ganz loslässt.
6. Atme wieder in Deine Körpermitte ein und atme aus in Deine Wirbelsäule und Kopf. Bei jeder Ausatmung werden Dein Rumpf und Kopf leichter und leichter, bis Du sie ganz loslässt.
7. Dein gesamter Körper ist losgelöst, Lass nun auch Deine Emotionen gehen, deine Gedanken. – Du bist ganz leicht und frei. Dein Atem fließt ruhig und sanft. Was spürst Du? Was bleibt, wenn alles losgelöst ist?
 

Die Yogastunden im Herbst

Der kommende 10-Wochenkurs beschäftigt sich mit den einzelnen Körperteilen. So machen wir einmal eine Yogastunde für die Füße und Beine, dann für die Wirbelsäule oder das Becken, dann für die Arme und Schultern oder für Nacken und Kopf und so weiter – mit dem Ziel zu erfahren, dass wir mehr sind als die Summe unserer Körperteile.
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